3-jähriger Lehrgang in Transaktionsanalyse

Vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) wird dieser Lehrgang im Rahmen des nachträglichen Erwerbs des FH-Titels als Nachdiplomstudium anerkannt. Folgedessen können Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen sowie Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter mit einem FHS Diplom nach dem Abschluss dieses Lehrgangs das Diplom in ein FH Diplom umschreibe lassen. Dieser Lehrgang richtet sich an folgende Berufsgruppen:
Angehörige von psychosozialen, pflegerischen und pädagogischen Berufen, Fachpersonen mit folgenden Grundausbildungen oder Studien: Psychologie, Theologie Sozialarbeit, Sozialpädagogik, Psychiatrische oder Allgemeine Krankenpflege, Pädagogik, Heilpädagogik. 
Nebst abgeschlossener Grundausbildung muss eine Tätigkeit in einem der erwähnten Arbeitsfelder vorhanden oder erschliessbar sein. 
In jeder Ausbildungsgruppe hat es zwei bis drei Plätze frei für TeilnehmerInne die diese Aufnahmebedingungen nicht erfüllen, sich aber aus persönlichen Gründen weiterbilden wollen.
Das Institut ASTA will erreichen, dass Berufsleute aus unterschiedlichen professionellen Kontexten miteinander in Kontakt treten und sich gegenseitig mit ihren Ressourcen bereichern. 

Mein allerletzter Lehrgang starte ich wenn genügend Anmeldungen vorhanden sind, voraussichtlich im Sommer 2019.
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Nach diesem Lehrgang können Sie Zusatzmodule besuchen und das eidgenössisch anerkannte Zertifikat in Erwachsenenbildung erwerben.

Das bestandene Examen in Transaktionsanalyse berechtigt Sie dem Berufsverband für Supervision und Organisationsentwicklung (BSO) beizutreten.

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Motivation zum Lernen 

Für die Motivation und den Lernerfolg sind verschiedene Faktoren wirksam. Ein wesentlicher Faktor ist die Beziehungsgestaltung zwischen den Lehrenden und den Lernenden und zwischen den Lernenden untereinander. 

Die neusten Erkenntnisse aus der Hirnforschung (Joachim Bauer)
Joachim Bauer drückt die Erkenntnisse der Hirnforschung so aus: „Motivation, kooperatives Verhalten und Beziehungsgestaltung sind Faktoren , die neurobiologisch verankert sind". Und er schreibt weiter: "Kern aller menschlichen Motivation ist es, zwischenmenschliche Anerkennung, Wertschätzung, Zuwendung oder Zuneigung zu finden und zu geben." Autonomiebildung kann deshalb nur in tragfähigen und vertrauensvollen Beziehungen gelingen. Diese Aussagen beruhen auf der Entdeckung und Erforschung des körpereigenen Motivationssystems mit deren Botenstoffen Dopamin, körpereigene Opioide und Oxytocin.

Dopamin
Es ist eine Art körpereigene Dopingdroge, die uns Lust macht etwas zu tun, uns anzustrengen und Leistungen zu zeigen. Wenn Dopamin ausgeschüttet wird, erzeugt das ein Gefühl des Wohlbefindens und versetzt den Organismus physisch und psychisch in einen Zustand von Konzentration und Handlungsbereitschaft. Der Botenstoff macht Bewegung möglich und hat die Funktion einer Motivationsdroge.

Körpereigene Opioide
Opioide wirken auf die Emotionszentren des Gehirns. Sie sorgen dafür, dass wir uns körperlich und seelisch gut fühlen. Ausserdem vermindern sie die Schmerzempfindlichkeit und stärken das Immunsystem.

Oxytocin
Diese hochinteressante Substanz lässt uns bestimmten Menschen besonders verbunden fühlen und animiert uns dazu, uns für sie besoders einzusetzen. Gemeinsam bilden die Leistungsdroge Dopamin, die Wohlfühldroge aus der Gruppe der Opioide und das "Freundschaftshormon" Oxytocin ein geradezu geniales Trio. Menschen, die von ihrem Gehirn mit dieser "Mixtur" ausreichend versorgt werden, haben Lust aufs Leben, sind bereit, gemeinsam mit anderen etwas auf die Beine zu stellen, und wollen den Erfol ihrer Taten geniessen.

Literatur:
Bauer, J (2006): Prinzip Menschlichkeit, Hamburg / Bauer J (2007): Lob der Schule, Hamburg

Das Institut Asta legt sehr viel Wert auf ein wertschätzendes und angstfreies Lernklima indem viel Intimität, (sich öffnen dürfen), ermöglicht wird.

 

Lernpyramide von N. Green

Laut der Lernpyramide von N Green bleiben durch folgende Unterrichtsformen unterschiedlich viele Inhalte beim Lernenden im Bewusstsein:

Vortrag 5%
Lesen 10%
Audio-Visuell 20%
Demonstration 30%
Diskussionsgruppe 50%
Anwendung durch Tun 75%
Andere unterreichten / unmittelbare Anwendung des Gelernten 90%

Damit den Teilnehmenden möglichst viel des Gelernten in Erinnerung bleibt ist die Form des Unterrichts von entscheidender Bedeutung wie die Lernpyramide verdeutlicht.  Anwendung durch Tun, durch das Erfahren, aktives und kooperatives Lernen hat im Institut Asta einen hohen Stellenwert.

Im Institut Asta gilt das EVA-Prinzip von Günter Hallstein

E steht für Erfahrung (Berichten oder Raum für Erfahrungen schaffen)
V steht für Verstehen (Konzeptualisieren)
A steht für Anwendung (Transfer in die Praxis)

 

Beziehungsbedürfnisse (Richard G Erskine)

Die Erfahrungen des Lernenden in Bezug auf die eigenen Beziehungsbedürfnisse und das Beziehungsangebot des Lehrenden sind entscheidend für die Motivation.

1. Bedürfnis nach Sicherheit
Das bedeutet: respektvolle nicht beschämende Transaktionen, frei von augenblicklichen oder vorhersehbaren Übergriffen oder Gefahren (physisch und emotional).

2. Bedürfnis wertgeschätzt, bestätigt und bedeutsam zu sein
Bejahung von Gefühlen, Fantasien und Sinnbildung erfahren. Diese austauschen können und sich damit verstanden fühlen. 

3. Schutz erhalten und angenommen sein 
Von einer starken, verlässlichen, vertrauenswürdigen, Schutz gebenden Person angenommen sein und geführt werden, gehört zu den grundlegenden Beziehungsbedürfnissen.

4. Bestätigung persönlicher Erfahrungen
Dahinter steht der Wunsch, mit jemandem zusammen zu sein, der ähnliche Erlebnisse hatte und durch dessen Sich-Mitteilen die eigene Erfahrung bestätigt wird.

 5. Selbst-Definition
 Die selbst gewählte Identität, Vorlieben, Interessen und Ideen offenbaren können. Es ist das Bedürfnis, in seiner Einmaligkeit akzeptiert zu werden.

 6. Beim Gegenüber etwas bewirken können
 Einfluss und Wirkung auf jemand anderes zu haben. Sich in der Beziehung als kompetent erfahren können und so die Aufmerksamkeit und das Interesse des anderen zu gewinnen.

7. Auch der andere möge die Initiative ergreifen
Wenn dieses Bedürfnis befriedigt ist werden Beziehungen bedeutsamer und erfüllter. Gerade dieses Auf-jemanden-Zugehen vermittelt dieser Person ein Gefühl der Wertschätzung.

 8. Liebe ausdrücken
Dies ist ein ganz wichtiger Teil in Beziehungen. Häufig wird die Bedeutung des Bedürfnisses Liebe zu schenken zu wenig beachtet.

 Literatur

Kiltz, R. R. (2008). Richard G. Erskine, Beziehungsbedürfnisse. In U.  Müller (Hrsg.) Zeitschrift für Transaktionsanalyse; Paderborn.